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Brustvergrößerungen - Schönheitsideal mit Risiken
Die weibliche Brust ist wohl eines der bedeutendsten Geschlechtsmerkmale der Frau. Deren Form und Größe hat häufig große Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein vieler Frauen, da eine weibliche wohlgeformte Brust als Schönheitsideal gilt. Um diesem Ideal nachzukommen lassen viele Frauen immer häufiger Brustvergrößerungen, auch Brustaugmenation genannt, durchführen.
Bei diesem Verfahren, aus dem Gebiet der rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie, wird das Brustvolumen geformt und nimmt meist durch Einsetzen von Silikonimplantaten zu.
Während dem Eingriff unter Vollnarkose wird durch einen Hautschnitt in die angehobene Brust ein Silikonimplantat, entweder submuskulär, d.h. teilweise unter den Brustmuskel oder subglandulär, d.h. oberhalb des Brustmuskels aber unter der Brustdrüse, eingeschoben.
Die wahlweise symmetrisch-runden oder anatomischen Implantate bestehen meist aus Silikonhüllen und werden anhand ihrer Struktur unterschieden zwischen glatten und texturierten Ausführungen. Bevorzugt wird vor allem die texturierte Varianten, da sie sich besser in die Brust einfügen, mit ihr verwachsen und eventuelle Risiken minimieren.
Die Füllung besteht meist aus Silikongel oder Kochsalzlösung. Das für kurze Zeit verwendete Sojaöl erwies sich in der Praxis aufgrund seiner unzureichenden Beständigkeit als nicht geeignet. Immer neue Verbesserungen der Silikonhüllen bringen mehr Sicherheit und reduzieren die Gefahr eines Defekts stetig. Auch die Füllungen mit Gel wurde durch Vernetzung der chemischen Bestandteile immer sicherer, wodurch selbst bei Beschädigung der Hülle durch Risse Folgeschäden vermieden werden können. Neben den mit Gel gefüllten Implantaten werden immer noch Füllungen mit Kochsalzlösungen verwendet. Diese bringen durch die Möglichkeit sie erst nach der Implantierung zu befüllen den Vorteil, dass ein kleinerer Hautschnitt zum Einsetzen ausreicht und man das Volumen dann variieren kann.
Durch spezielle, unter der Haut gelegene Ventile kann das Volumen auch später noch verändert werden. Nachteile bei dieser Methode sind aber die weniger stabile Form und etwaige Wellenbildungen, die sich aufgrund von Deflation mit den Jahren auch verstärken können. Seit dem Jahr 2004 gibt es auch die Methode der Cell-Assisted Lipotransfer, eine Möglichkeit zur Brustvergrößerung ohne Implantate. Hierbei verwendet man zur Vergrößerung körpereigene Fettzellen, die aus Stammzellen von zuvor entnommenem Fettgewebe gewonnen werden. Trotz diverser Behandlungserfolge wird diese neue Methode aber noch kontrovers betrachtet.
Wie bei jedem medizinischen Eingriff gibt es auch hier Risiken die im Vorfeld mit dem Arzt besprochen werden müssen. Neben einer Kapselfibrose (Kapselbildung aus Narbengewebe) kann auch Gewebe geschädigt werden, sich die Implantate verrutschen oder auflösen ("Crash-Tits" Effekt), was möglicherweise weitere Nachbehandlungen zur Folge haben kann. Vorbeugung dieser Risiken durch Aufklärung haben hier oberste Priorität.
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